Der Hund als Kinderersatz ?!

Man sieht es immer wieder- Hunde, mit denen geredet wird, als seien sie Kleinkinder die gleich antworten werden, die Kleidung tragen oder mit Wägelchen durch die Gegend geschoben werden. Egoistisch gesehen ist ein Hund einfacher, billiger und schneller selbstständig als ein Kind. Aber wie weit sollte die Tierliebe gehen und wie weit schadet es unserem Vierbeiner?

Ich bin momentan in einem sehr gebärfreudigen Alter. Alle um mich herum heiraten, werden schwanger und bekommen Kinder. Für Außenstehende wirkt die Anschaffung eines Hundes zu dieser Zeit anscheinend wie ein Kinderersatz. Ich höre öfter Sätze wie: „ Willst du nicht lieber ein Kind als einen Hund?“ oder: „Ach, du hast ja schon ein Baby.“ Äh.. nein! Hund bleibt Hund und Kind bleibt Kind. Beides ist nicht ersetzbar. Wenn ich einen Hund habe, kann ich trotzdem noch den Wunsch nach einem Kind haben und umgekehrt genauso. Das eine schließt das andere nicht aus.

Neben den Besitzern die sich bewusst gegen ein Kind entschieden haben, gibt es auch Hundeeltern denen der Kinderwunsch verwehrt bleibt oder bei denen die Kinder bereits aus dem Haus sind und die nun ihr Aufgabengebiet in der Hundeerziehung suchen. Klar gibt es ein Stück weit Parallelen, wie die Erziehung oder die richtige Ernährung. Man macht sich Sorgen und Gedanken zu  verschiedenen Themen. Denn man hat Verantwortung für ein Lebewesen übernommen. Es ist von uns abhängig. Aber wie weit sind wir emotional Abhängig von unserem Hund?

Auf Hundeplätzen komme ich mir manchmal vor wie im Kindergarten. Jeder hat das perfekte Erziehungsprogramm entwickelt und wehe, man geht einen anderen Weg. Und wenn man nicht das teuerste Futter und die angesagteste Leine hat, ist man sowieso ne ganz schlechte Hundemama. Und sowie so dreht sich das ganze Leben -24 Stunden / 7 Tage die Woche – um den Hund. Ich liebe meinen Hund. Trotzdem verbringe ich auch hundefreie Zeit mit Freunden und gehe auch anderen Hobbys nach. Bin ich deswegen gleich schlechter als andere Hundebesitzer? Ich denke nicht.

Es sollte eine ausgewogene Mensch-Hund-Beziehung herrschen. Ein Hund kann einem bei vielem sicherlich helfen. Aber ich denke es ist nicht die Aufgabe des Hundes, solch eine Lücke im Leben eines Menschen zu kompensieren.

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Holly mit 3 Monaten und der kleine Marc mit 7 Monaten

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4 Gedanken zu “Der Hund als Kinderersatz ?!

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